Begegnung, die 4 Schritte meinen Tag zu beginnen

Seit Jahren wache ich morgens auf und stelle fest, nein mir geht es nicht wirklich gut. Es ist gerade mal wieder schwer.
Lange habe ich gebraucht, um diese Schwere zu akzeptieren. Seitdem ich sie akzeptiere, kann ich mit der Schwere umgehen und sie wandelt sich in Richtung Leichtigkeit.


Der erste Schritt

Von vielen Seiten habe ich gehört – da wo der Schmerz ist, da ist der Weg. Ich habe immer gedacht, oh was für ein Mist, wie kann denn im Schmerz der Weg liegen. Das liegt einfach daran, dass ich diesen Satz eben mit „meinen Bildern“ aufgenommen habe. Diese Bilder ließen nur zu, dass ich im unendlichen Schmerz untergehe. So, wie ich es eben in meiner Kindheit erlebt habe. Irgendwann fand ich dann Zugang zu „Eckhart Tolle, Küss den Frosch“, mit der Kernaussage, wenn ich das Gefühl annehme, hat es die Chance sich aufzulösen. Ich verstand etwas und es änderte sich.

Vielleicht ist hierzu ein Auszug aus der Geschichte von „Spartacus“, dem Gladiator (Netflix, ein Thrakischer Krieger im Sklavendienst der Römer, als Gladiator) verständlich.
„Crixus“, Gladiator und Kontrahent von „Spartacus“, war mal wieder zu wortgewaltig im „Ludus“ (Gladitorenschule), des „Lentulus Batiatus“ und so wurde er zu zwanzig Peitschenhieben verurteilt, die „Dragon“, der Ausbilder, ausführen musste. „Crixus“ wurde zwischen zwei Schandpfähle gebunden und „Dragon“ sagte zu „Crixus“: „Umarme den Schmerz, sonst bringt er Dich um.“

Das bedeutet, nimm das Gefühl, welches Dir zuwider ist an und es hat die Chance sich „aufzulösen“. Alle Gefühle, die ich ablehne, werden zur Blockade und ich komme nicht weiter. Es erfordert Mut sich zu trauen. Der Mut ist es wert.

Der zweite Schritt

Ich gehe ins Bad, dort zum Spiegel und weise das Gesicht im Spiegel, was mir fremd erscheint, an, mich gefälligst liebevoll und würdig anzulächeln, so wie es mir guttut. Das Gesicht braucht schon häufiger eine zweite Aufforderung und wenn ich mir das bewusst mache, fängt das Gesicht im Spiegel meist freiwillig an, die Mimik auf Lächeln umzustellen. Wenn ich das weiter beobachte, kommt es dann zum Lächeln und dann lacht das Gesicht im Spiegel sogar. Jetzt wird es mir vertrauter. Nachdem ich mein Gesicht dann der Kosmetik unterzogen habe, es rasiert und ihm die Zähne geputzt habe, gehe ich zu meinem Meditationsplatz und setze mich auf das Meditationskissen.

Der dritte Schritt

Auf dem Meditationskissen meditiere ich das Nichts. Ich mache das, indem ich dem „Affen“ im Gehirn, der meine Gedanken darstellt, die Aufgabe geben, meine Atmung zu beobachten. Zuzuschauen, wie beim Einatmen weißglitzerndes Licht in mich fließt und beim Ausatmen all das negativ Angesammelte den Körper verlässt. Meist sind es beim Ausatmen Farben, die dem Gräulichen etwas ähneln. Dieses Meditationsritual dauert meist so fünf bis sieben Minuten. Dann komme ich zum nächsten Schritt.

Der vierte Schritt

Dieser Schritt ist für mich der wichtigste. Seitdem ich diesen nutze, habe ich einen Quantensprung in der Beziehung zu mir selbst gemacht und ich kann mich mit Themen auseinandersetzen, von denen ich nicht einmal zu träumen gewagt habe. Ich stolperte einst über das Gedicht von „Virginia Satir“ (Familientherapeutin)  „Wie ich Dir begegnen möchte.“ So habe ich das Gedicht auf mich selbst in Anlehnung umgeschrieben, aufgenommen und mit einer weichen Musik hinterlegt. Ich setze die Kopfhörer auf und genieße die würdige Ansprache an mich selbst im Wiederholungsmodus.

Wie ich mir selbst begegne.

  • Ich liebe mich, ohne mich einzuengen
  • Ich wertschätze mich, ohne mich zu bewerten
  • Ich nehme mich ernst, ohne mich auf etwas festzulegen
  • Ich würdige mich, ohne Wenn und Aber
  • Ich verbeuge mich vor mir in Dankbarkeit und Demut
  • Ich bin mir selbst nahe, ohne mich aufzudrängen
  • Ich rede mit mir, ohne mich zu nötigen
  • Ich lade mich ein, ohne Forderungen an mich zu stellen
  • Ich beschenke mich, ohne Erwartungen daran zu knüpfen
  • Ich nehme meine Gefühle wahr, ohne mich dafür verantwortlich zu machen
  • Ich lerne, ohne mir Druck zu machen
  • Ich bin stolz auf mich, ohne mich zu schämen
  • Ich fühle mich als Subjekt und lege das Dasein als Objekt ab
  • Ich suche mir Hilfe, ohne mich dafür zu erniedrigen
  • Ich bin mit mir da, wo immer es mir gefällt
  • Ich erfreue mich an mir, so wie ich bin
  • Ich nehme  Abschied, ohne wesentliches versäumt zu haben
  • Ich bin der Sinn meines Lebens, mit der Aufgabe: „lerne zu lieben.“

Diese vier Schritte bestätigen mich in meinem Sein – und so kann ich den Tag beginnen. Schon nach zehn Tagen habe ich festgestellt, dass mir etwas fehlt, wenn ich diese vier Schritte nicht mache. 🙂

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Wenn Du möchtest, dass auch weitere Menschen, wie Du, den Zugang zu diesem Morgenritual bekommen, dann Like und Share es, Danke.

 

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